Das „Große Moor“ und seine Umgebung
Eine Fundgrube für Naturliebhaber und Vogelfreunde

Von
unserem Bauernhof aus (in Bildmitte) kann das Moorrandgebiet erkundet werden
Das „Große Moor“ bei
Uchte gehört zur „Diepholzer Moorniederung“. Ein Gebiet das einst von großen
Moorflächen bedeckt war. Heute sind nur noch wenige Flächen in der Ausdehnung
des „Großen Moores“ erhalten geblieben. Dieses Moor ist darum heute ein
wichtiges Rückzugsgebiet für die speziell an diesen Lebensraum angepassten
Tiere und Pflanzen. Besonders interessant ist die Vogelwelt in diesem Gebiet.
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Europaweit bekannt ist das Moor als Rastplatz für die
durchziehenden Kraniche. In den letzten Jahren sind auch einige Jungkraniche,
besonders im benachbarten „Ströher Moor“, das ganze Jahr anzutreffen.
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Als besondere Seltenheit gilt der Goldregenpfeifer, der im
Moor brütet, wahrscheinlich aber irgendwann verschwindet, denn die Störungen
durch den noch andauernden Torfabbau scheint er nicht gut zu vertragen.
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Eine Imposante Erscheinung ist auch der Kolkrabe, der mit
seinem tiefen „krak-krak“ nicht zu überhören ist. Er ist bei uns jedoch ein
äußerst scheuer Vogel, der sich nicht gerne in Hausnähe aufhält. Der Kolkrabe
gilt als schlau. Bei einem Höchstalter von 90 Jahren kann er auch reichlich
Erfahrungen sammeln.
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Neben anderen bekannten Wiesenvögeln ist in den Moorwiesen
auch der Große Brachvogel, der Kiebitz, die Schafstelze und die Wiesenweihe an
zu treffen. Durch das sehr frühe und dauernde Mähen des Grases für die
Silageherstellung sind die bodenbrütenden Arten hier zunehmend gefährdet.
Deutlich ist das am Bestand des Kiebitzes festzustellen.
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In den angrenzenden Wäldern kann man den Gesang des Pirols
hören, oder den Schwarzspecht beobachten der oft in Wohnungsnot gerät, weil die
Waldbesitzer starkes Totholz aus den Wäldern holen ohne geeignete Bäume zum
Nestbau stehen zu lassen.
Auf unserer Wiese in Hofnähe brütet schon seit einigen
Jahren die Heidelerche. Sie braucht einen besonderen für sie passenden
Lebensraum mit Ödland, Sandwegen und Waldrand. Um den Brutraum zu erhalten wird
hier die Wiese extensiv bewirtschaftet, spät gemäht und nicht großflächig
beweidet. Als Dank für dieses Entgegenkommen erklingen auch nachts die
schönsten Melodien die dem Nachtigallengesang ähneln. Die Nachtigall ist seit
dem 25. April 2007 im Feuchtbiotop direkt am Hof zu hören. Ihr variantenreicher
Gesang kann hier beim Grillen am Lagerfeuer oder beim Sonnenbaden studiert
werden.
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In unserem Wald ist seit diesem Jahr auch der Breitblättrige
Sumpfwurz, eine Orchideenart, beheimatet.
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Wer in lauer Sommernacht der
Heidelerche oder der Nachtigall zuhört, dem kann es auch passieren, dass er
einen nächtlichen Jäger mit schwalbenähnlichem Flug am Nachthimmel sieht. Hier
handelt es sich um den Ziegenmelker, der auf den offenen Moorflächen brütet und
am Moorrand Insekten fängt.
Wer Moor und Moorrandgebiet
erkundet, kann auch der Kreuzotter, einer Giftschlange begegnen, die sich am
Wegesrand sonnt, oder den Sonnentau beim Verzehr eines Insekts beobachten.
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Zur besseren Beobachtung des Moorgebietes gibt es hier auch
neuerdings einen Aussichtsturm. Die ebenfalls gebaute Moorbahn ist nicht bei allen
beliebt, da sie das Naturschutzgebiet durchquert und eine Störung für die im
Moor brütenden seltenen und störungsanfälligen Vogelarten darstellt.
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Am, oder im „Großen Moor“ vorkommende Vogelarten
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Typische Moor, oder Moorrandbewohner
- Krickente
- Knäckente
- Löffelente
- Reiherente
- Stockente
- Goldregenpfeifer
- Flußregenpfeifer
- Großer Brachvogel
- Uferschnepfe
- Beckassine
- Kuckuck
- Wiesenweihe
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- Grünschenkel
- Rotschenkel
- Zwergtaucher
- Bruchwasserläufer
- Austernfischer
- Dunkler Wasserläufer
- Lachmöwe
- Sturmmöwe
- Trauerseeschwalbe
- Kiebitz
- Heidelerche
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- Kranich
- Raubwürger
- Schwarzkehlchen
- Braunkehlchen
- Steinschmätzer
- Ziegenmelker
- Sumpfohreule
- Graugans
- Kormoran
- Kolkrabe
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Vogelarten die auf unserem Hof oder in Hofnähe beobachtet
werden können:
- Baumfalke
- Rotmilan
- Sperber
- Turmfalke
- Habicht
- Bussard
- Wachtel
- Fasan
- Rebhuhn
- Feldlerche
- Schafstelze
- Bachstelze
- Neuntöter
- Kleinspecht
- Hohltaube
- Ringeltaube
- Turteltaube
- Rabenkrähe
- Elster
- Eichelhäher
- Star
- Rotkehlchen
- Baumläufer
- Kleiber
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- Zaunkönig
- Feldschwirl
- Goldhähnchen
- Kirschkernbeißer
- Blaumeise
- Kohlmeise
- Haubenmeise
- Schwanzmeise
- Tannenmeise
- Sumpfmeise
- Heckenbraunelle
- Schwarzdrossel
- Singdrossel
- Wacholderdrossel
- Misteldrossel
- Grünfink
- Pirol
- Gartenrotschwanz
- Hausrotschwanz
- Nachtigal
- Waldschnepfe
- Schwarzspecht
- Trauerfliegenschnäpper
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- Buntspecht
- Buchfink
- Distelfink
- Dompfaff
- Hänfling
- Erlenzeisig
- Haussperling
- Feldsperling
- Rauchschwalbe
- Mehlschwalbe
- Schleiereule
- Waldohreule
- Reiher
- Gelbspötter
- Wiesenpieper
- Mönchsgrasmücke
- Goldammern
- Fitislaubsänger
- Baumpieper
- Grauer Fliegenschnäpper
- Grünspecht
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Selten beobachtete Gäste:
- Mauersegler
- Seidenschwanz
- Weißstorch
- Fichtenkreuzschnabel
- Ortolan
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Junge Ringeltaube

Goldammer

Rotkehlchen
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Kleiber im Flug
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Kleiber
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